Zunehmender
Anbau von Non-Food-Ölpflanzen auf Stillegungsflächen in Deutschland -
Überversorgung zeichnet sich ab
1,15 Millionen Hektar
Raps (plus 14,1 Prozent zu 1998)
Gründe für die Zunahme: Verdopplung der Stillegungsfläche auf
10 Prozent und gute Preise bis Ende 1998
Quelle: BMELF, ZMP
aus der Prognose 1999:
Winterraps
nach Statistischem Bundesamt (Nov.98)
Bundesgebiet: 1.105.412 ha
(davon 319.451 ha als Nachwachsende Rohstoffe, nach Fa. Kleffmann & Partner)
Baden-Württemberg: 72.134 ha
Sommerraps
nach Fa. Kleffmann & Partner
Bundesgebiet: 34.620 ha
Baden-Württemberg: 6.014 ha
Quelle: UFOP
Zunehmender Anbau
von Non-Food-Ölpflanzen auf Stillegungsflächen in Deutschland
Überversorgung zeichnet sich ab
Nach Angaben des
Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurden bis März
Verträge für den Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen auf 352.000 Hektar Stillegungsfläche
bei der BLE eingereicht. Erfahrungsgemäß kommen noch ca. 10.000 Hektar durch
Sommerungen dazu. 95 Prozent werden mit Ölfrüchten bestellt, überwiegend Raps.
Damit nahm der Anbau zum Vorjahr um mehr als das Doppelte zu.
Gründe für den Anstieg werden in der Verdoppelung der obligatorischen
Flächenstillegung auf 10 Prozent und in den hohen Erzeugerpreisen im Sommer
1998 (damals 38 bis 40 DM/dt ab Hof) gesehen.
Der Rohstoffbedarf der ölverarbeitenden Industrie im Non-Food-Sektor
wird mit rund 220.000 bis 260.000 Hektar abgedeckt, so die Erfahrungen der letzten
Jahre. Damit zeichnet sich ein Überversorgung des Marktes ab. Für noch nicht
vertraglich gebundende Ware werden bereits niedrigere Preise geboten. So zeichnet
sich für den kommenden Sommerraps ein Preis von ca. 30 DM/dt ab.
Quelle: BMELF-Informationen Nr. 12, 22.03.99