Hinweise für den Anbau von Krambe

Standort mittlere Ansprüche; nährstoffreiche, mittelschwere Böden in niederschlagsärmeren Lagen bevorzugt, aber auch Anbau auf leichteren Böden in niederschlagsreichen Gebieten möglich, keine staunassen Böden
Fruchtfolge Anbaupausen von 4 Jahren einschließlich anderer Cruciferen (Raps) einhalten, gute Vorfrüchte Leguminosen und Kartoffeln, Getreide als Vor- und Nachfrucht möglich
Bodenbearbeitung Verminderung des Unkrautdrucks durch sorgfältige Stoppelbearbeitung nach der Vorfrucht; Herbstfurche ortsüblich; Saatbettbereitung wassersparend, Unkrautbekämpfung ähnlich wie bei Zuckerrüben; feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett bei gut befahrbarem Boden; bei Verdichtung, Verschlämmung und Vernässung starke Wachstumsstörungen
Aussaat so früh wie möglich (ab Ende März), aber nicht in zu kaltem und nassem Boden, da sonst Anlaufprobleme (Keimtemperatur 5-10 °C); ca. 15-20 kg/ha; Reihenweite wie bei Getreide; Aussaattiefe 1-2 cm
Düngung pH-Wert neutral; P, K, Mg: ortsübliche Erhaltungsdüngung; N: 90 - 120 kg/ha;
Herbizide keine zugelassenen Mittel; aktuelle Situation beachten
mechanische Pflege Striegeln bei Bedarf im 2 - 4 Blattstadium möglich
Krankheiten/Schädlinge noch keine wirtschaftliche Bedeutung, nach bisheriger Erkenntnis kein Insektizideinsatz notwendig; Bekämpfung eventuell auftretender Pilzkrankheiten (Alternaria, Sclerotina, Botrytis) bei Bedarf mit in Raps zugelassenen Mitteln möglich, aktuelle Zulassungssituation beachten
Reife ab Ende Juli bis Mitte August; Druschreife etwa 40 Tage nach Blühende; Ausfallgefahr beachten
Ernte direkter Mähdrusch; die ganze Frucht wird geerntet; Einstellung: wenig Wind (450-600); Trommeldrehzahl 800-1200 U/min; Fahrgeschwindigkeit 3-7 km/h; Siebe entsprechend Korngröße