Besondere Eigenschaften von Stärke:
Die Papier- und Pappeindustrie ist der Hauptabnehmer von
Stärke im Non-Food-Bereich. In Deutschland steigerte die Papierindustrie ihren
Stärkeverbrauch von 1975 bis 1990 um das Dreifache. In Europa gingen 1996 von insgesamt
6,6 Millionen Tonnen Stärke 23 Prozent in den Papiersektor (siehe Statistik).
Ursache für den erhöhten Verbrauch sind der gesteigerte Papierverbrauch und eine
Erhöhung des Stärkeanteils im Papier. Der Bericht des deutschen
Bundeslandwirtschaftsministeriums "5 Jahre Nachwachsende Rohstoffe 1993-97"
sieht in der Substitution von weiteren polymeren Komponenten bei der Papierherstellung
durch Stärke noch weitere Perspektiven. Weitere Chancen sieht der Bericht in der
Verwendung von Stärkederivaten als Schlichtemittel in der Textilherstellung.
Quelle: BML 1998,
S. Mann, 1998
Wichtige industrielle Einsatzmöglichkeiten von Stärke
| Industriezweig | Produkte | Bemerkung |
| Papier und Pappe | Pack-Papiere Zeitungspapiere Graphische Papiere Wellpappen laminierte Papiere |
60 % der tech. Stärkeverwendung; Verbesserung der Papierstabilität |
| Baustoffe | Gips-Karton-Platten Mineralfaser-Platten |
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| Textilherstellung | Schlichtemittel Appreturmittel Wäschesteife (stärken) |
Abriebschutz und Glätte Griffigkeit Dextrin-Überzug |
| Klebstoffe | Tapetenkleister Leime für Holzplatten |
Quellstärke, Dextrin, Stärkeether |
| Biotechnologie | Stärke als Nahrungsquelle (Kohlenstoff) für Mikroorganismen zur Fermentation von z.B. Aminosäuren, Antibiotika, organischen Säuren oder Biopolymere | |
| Kunststoffe | Verpackungen und Folie Formteile |
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| Reinigungsmittel | Wäsche-Seifen Wasch-Pulver Wasch-Rohstoffe |
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| Kosmetik und
Pharmazie |
Zahn-Pasten Creme Gesichtspuder Trockenshampoo Tabletten Antibiotika Vitamin C |
Sorbit als Feuchthaltemittel gute Adsorbionseigen- schaften |
Quelle: CMA-Broschüre "Nachwachsende Rohstoffe", C.A.R.M.E.N. (1997)