Die Wälder der Schweiz


Der Schweizer Wald in der Übersicht online (Bundesamt für Statistik Schweiz)


Fläche:
 

Die Schweiz hat eine totale Fläche von 41300 km2. Davon sind 11900 km2 (29%) von Wald oder Strauchvegetation bedeckt.

Die Schweizer Wälder werden in die folgenden fünf Grossregionen unterteilt:
•Jura (1950 km2 Waldfläche)
•Mittelland (2280 km2)
•Voralpen (2170 km2)
•Alpen (3820 km2)
•Alpensüdseite (1650 km2)

 

Vorrat, Zuwachs und Zusammensetzung
 

Der totale Vorrat des zugänglichen Waldes beträgt 365 Millionen m3. Dies entspricht einem Mittel von 333 m3/ha.
Jedes Jahr wachsen in der Schweiz ca. 7.2 Millionen m3 (6 m3/ha) Holz nach.

 

Vorherrschende Arten sind:
 

•Fichte (Picea Abies, 49% des Vorrates)
•Buche (Fagus sylvatica, 16%)
•Tanne (Abies alba, 15%)
•Lärche (Larix decidua, 5%)
•Föhre (Pinus silvestris, 4%)
•Esche (Fraxinus excelsior, 2.5%)
•Eiche (Quercus sp., 2%)
•Ahorn (Acer sp., 2%)

 

Eigentum
 

Die Eigentumsverhältnisse im Schweizer Wald sind wie folgt:
•Bund (Kantone (5%)
•Korporationen (8%)
•Gemeinden (20%)
•Bürgergemeinden (34%)
•Private Gesellschaften (4%)
•Private Einzeleigentümer (28%)

 

Gesetzgebung
 

Die gesetzliche Grundlage für die Waldbewirtschaftung bildet das Waldgesetz von 1993. Es zielt auf die Erhaltung und Verbesserung der qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit der Waldökosysteme ab (Holzversorgung, Schutz vor Naturereignissen, Erholung, ökologische Werte). Einige der wichtigsten Punkte des Gesetzes sind:
•Kahlschlagverbot
•Erhaltung des Waldareals (für Rodungen ist Ersatz zu leisten)
•Kosten für Massnahmen zur Verbesserung der Waldleistungen werden teilweise durch die öffentliche Hand übernommen

 

Wirtschaftliche Aspekte
 

In der Schweiz sind die Personalkosten vergleichsweise hoch, die Terrainbedingungen schwierig und kleinflächige Betriebsstrukturen die Regel. Gesetzliche Bestimmungen schränken die ökonomischen Möglichkeiten zusätzlich ein. Dies resultiert in hohen Kosten für die Holzproduktion. Trotz der teilweisen Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen können viele Betriebe nicht kostendeckend arbeiten.

 

Holzernte und Transport
 

Pro Jahr werden rund 4.5 Millionen m3 Holz eingeschlagen. Der grösste Teil der Fäll- und Aufrüstarbeit wird motormanuell erledigt, die Mechanisierung nimmt aber ständig zu. Mehrheitlich wird das Holz durch Schleifen oder Seilen gerückt.

 

Quelle:
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
Kurt Hollenstein 1995-03-31, 1995-03-31
Peter K. Brandt 1995-04-27