Der Querschnitt eines Holzstammes zeigt im Zentrum das Mark. Es wird von einem breiten Holzkörper umgeben. Diesen ummantelt eine dünne Kambiumschicht, die den Holzteil vom Bastteil trennt. Eine Borke bildet in der Regel den Abschluß.
Das Kambium produziert Dauergewebe nach innen, dessen Zellwände meist mit Lignin inkrustiert sind.
Mikroskopisch besteht der Holzteil aus Gefäßen (Leitungsbahnen), Holzfasern (Stützgewebe), Holzparenchym (Speicherzellen), Markstrahlparenchym (Speicher- und Leitungszellen).
Holz besteht in seiner wasserfreien Masse hauptsächlich aus Cellulose (40-50 %), Hemicellulose (20-30 %) und Lignin (20-30 %).
Mit zunehmendem Alter differenzieren die meisten Hölzer in eine hellere, äußere Zone aus jüngeren Jahresringen mit wasserführender Funktion (Splintholz) und eine dunklere Kernzone aus abgestorbenen Zellen mit verbliebener Stützfunktion (Kernholz).
Eigenschaften:
| Dichte: | im Mittel 0,15 bis 1,3 g/cm³ (lufttrocken 10-20 % Wassergehalt) |
| Feuchte: | 40-60 Prozent (frisch geschlagen) |
| Festigkeit: | bestimmt von Dichte, Feuchtigkeitsgehalt, Astanteil,
Abweichung vom parallelen Faserverlauf; parallel zur Stammachse 5-10 mal höher als quer; wichtige einheimische Hölzer (lufttrocken): - Druckfestigkeit: 35-83 N/mm² - Zugfestigkeit: 77-135 N/mm² - Biegefestigkeit: 65-160 N/mm² |
| thermisch: | gute Wärmedämmung |
| elektrisch: | abhängig von Feuchtigkeit, trockenens Holz ist ein guter Isolator |
| akustisch: | guter Werkstoff für Musikinstrumente |