Regenerative Energien

Förderung von regenerativen Energien

Erneuerbare Energien können in Deutschland langfristig einen steigenden Anteil des Energiebedarfs auf umweltfreundlichem Weg abdecken und damit den CO2-Ausstoß verringern. Schon heute liegt Deutschland vor den USA und Dänemark auf Platz 1 bei der Windenergienutzung. Ende 1998 waren nach Angaben der Hersteller 6.205 Anlagen mit zusammen 2.875 MW Nennleistung installiert. Da nicht alle Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien auch schon die Grenze zur Wirtschaftlichkeit erreichen, muss der Staat entsprechende Rahmenbedingungen setzen. Die Bundesregierung hilft, diese Techniken am Markt durchzusetzen und damit den Einsatz regenerativer Energien zu fördern.

Das Stromeinspeisungsgesetz verpflichtet die Elektrizitätswirtschaft, elektrische Energie aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz aufzunehmen und eine dafür festgesetzte Mindestvergütung zu zahlen. Die Bundesregierung fördert die Markteinführung der Photovoltaik mit dem 100.000 Dächer-Programm. Mit diesem Programm sollen Investitionen in Anlagen zur Solarstromerzeugung angeregt werden. Dabei ist auch der Ausbau der zukunftsträchtigen Technologie zur Fertigung von Photovoltaikanlagen in Deutschland im Blickpunkt. Auch die übrigen erneuerbaren Energien, wie solare Wärme, Biomasse und Geothermie werden durch ein Markteinführungsprogramm der Bundesregierung unterstützt, für das bereits im Jahr 1999 200 Mio. DM bereitgestellt werden. Die ökologische Steuerreform verbessert die wirtschaftliche Situation insbesondere im Bereich des regenerativen Wärmemarktes, da erneuerbare Energieträger im Gegensatz zu den fossilen Alternativen Heizöl und Erdgas nicht zusätzlich besteuert werden.
Quelle: UBA 2000
 

Stromverbrauch und regenerative Stromerzeugung

Strom ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Er ist der "Lebenssaft", der den "Organismus" Volkswirtschaft zum Leben erweckt. Strom ist, zusammen mit Wasser, das Produkt, was jeder Mensch "konsumiert". Dabei kann man Strom nicht "sehen" - wohl aber die Fülle seiner Anwendungen in Anspruch nehmen. Strom kann aus allen Energieträgern erzeugt werden - Strom kann zugleich alle Energiedienstleistungen bereitstellen. Die deutschen Stromversorger verkauften 1998 mit 476 (1997: 469) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) 1,6% mehr Strom als im Vorjahr. Getragen wurde der Zuwachs vor allem durch einen überdurchschnittlichen Zuwachs beim industriellen Stromverbrauch. In Deutschland stammten 1998 fünf (1997:4,7) Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. Stromversorger und private Anlagenbetreiber produzierten 23,8 (21,7) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Wasser, Wind, Müll, Biomasse und Sonnenenergie. Das ergab im Vergleich zum Vorjahr - aufgrund des starken Zuwachses bei der Windkraft - ein Plus von zehn Prozent. Wichtigste erneuerbare Energiequelle war auch 1998 die Wasserkraft. Erzeugt wurden 16,1 (15,8) Mrd. kWh.

 
Auf dem zweiten Rang lag die Windkraft mit 4,5 (3,0) Mrd. kWh. Das Plus von 50 Prozent wurde durch neue Anlagen und im Vergleich zum Vorjahr bessere Windverhältnisse erreicht. Aus Biomasse stammten 1,1 (0,9) Mrd. kWh. Aus Sonnenenergie wurden in Photovoltaikanlagen in Deutschland 1998 rund 0,02 (0,01) Mrd. kWh Strom produziert. Die Leistungen von Windkraftanlagen können sich sehen lassen. Mit einer Generatorleistung von beispielsweise 1,5 Megawatt werden je nach Windangebot im Jahr bis zu 3,5 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1.000 Haushalten. Aber auch die vermiedenen Emissionen, die beim Einsatz herkömmlicher Energien entstünden, sind beachtlich. Mit jeder Kilowattstunde Strom aus Windkraftanlagen können gegenüber der Stromerzeugung aus Kohle etwa ein Kilogramm Kohlendioxid erspart bleiben. Alle Entlastungen der Umwelt durch erneuerbare Energie treten natürlich nur dann ein, wenn wir den damit erzeugten Strom nicht zusätzlich zu unserem bisherigen Stromverbrauch aus herkömmlichen Energiequellen verbrauchen.
Quelle: UBA 2000