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Aus welchen Substraten lässt sich Biogas
gewinnen?
Als Ausgangsstoffe für die Biogaserzeugung kommen grundsätzlich alle
Arten von Biomasse in Frage, deren Hauptkomponenten Kohlenhydrate, Eiweiße,
Fette, Cellulose und Hemicellulose sind (nicht jedoch Lignin und lignininkrustierte
Cellulose, d.h. die strukturgebende Komponente von Holz und Stroh).
Die für die Biogasproduktion nutzbaren organischen Stoffe (= Gärsubstrate)
sind zumeist Rest- oder Nebenprodukte verschiedener Branchen/ Bereiche
in unserer Volkswirtschaft (Kaltschmitt, 1998):
- in der Landwirtschaft: Flüssig- und Festmist, Reststoffe der Pflanzenproduktion
(z.B. Rübenblätter)
- bei der industriellen Verarbeitung pflanzlicher Produkte (d.h. Extraktions-,
Destillations- und Prozessrückstände beispielsweise aus Brauereien und
gemüseverarbeitender Industrie, organische Schlämme und Abwässer der
industriellen Aufarbeitung)
- bei der Aufbereitung tierischer Erzeugnisse (d.h. Schlachthofabfälle,
Metzgereiabfälle)
- bei der Kommunalentsorgung (d.h. organische Anteile des Hausmülls
(Biotonne), organische Schlammfraktion der Abwasserentsorgung (Klärschlamm),
Abfälle des lebensmittelvertreibenden Gewerbes, organische Rückstände
(Speisereste) des Hotel-, Gaststätten- und Großküchengewerbes)
- bei der Landschaftspflege (u.a. Grünschnitt von den kommunal bewirtschafteten
Park-, Naherholungs- und Straßenbegrenzungsflächen)
Grundsätzlich gilt, dass der Trockensubstanzgehalt des Gärsubstrates
zwischen 2 und 12 % liegen sollte, damit einerseits ein guter Transport
und leichtes Umrühren gewährleistet sind, andererseits die Umsetzung effizient
erfolgen kann. Da die einzelnen Substrate sehr unterschiedlich in ihrer
Zusammensetzung sind, seinen hier von den wichtigsten die maximal möglichen
Gaserträge pro Tonne Material zusammengestellt (Amon und Boxberger, 1998):
| Rindergülle: |
25
m³/t |
| Schweinegülle: |
36
m³/t |
| Molke: |
55
m³/t |
| Biertreber: |
75
m³/t |
| Grünabfall: |
110
m³/t |
| Bioabfall: |
120
m³/t |
| Speiseabfälle: |
220
m³/t |
| Flotatfette: |
400
m³/t |
| Altfett
(z.B. Fritierfett): |
600
m³/t |
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