Kurznachrichten:
Auch Biomasse in
Abfällen energetisch nutzen ,Im
Hinblick auf den Treibhauseffekt so relevant wie die Landwirtschaft
und die Industrieprozesse
Auch Biomase in Abfällen sollte stofflich
oder energetisch genutzt werden. Dafür hat sich Dr. Konrad S o
y e z vom Zentrum für Umweltwissenschaften der Universität
Potsdam auf den Energie-Tagen Hessen 2000 vergangene Woche in Wetzlar
ausgesprochen. Als Argumente für eine energetische Nutzung zog
Dr. Soyez Aussagen im Entwurf der Bundesregierung für ein umweltpolitisches
Schwerpunktprogramm aus dem Jahr 1998 heran, das als Leitziele eine
Verdoppelung der Energieproduktivität bis zum Jahr 2020 auf der
Basis von 1990 vorsehe. Dabei zeige ein Blick auf die Anteile einzelner
Wirtschaftsbereiche an den für den Treibhauseffekt relevanten Gasen,
dass die Abfallwirtschaft mit knapp 4 % fast gleichauf mit der Landwirtschaft
und den Industrieprozessen liege und eine nicht zu vernachlässigende
Größe darstelle. Für die anstehende Biomasse-Verordnung
fordert die Bundesinitiative Bioenergie (BBE) die Einbeziehung aller
biogenen Stoffe in das EEG und mahnt ein zügiges Verfahren an.
Weitere Informationen
Quelle: Agrar-Europe 45/00
Neue
Biodiesel-Anlage in Wittingen geplant - Inbetriebnahme soll schon Ende
nächsten Jahres erfolgen - Raps auf Stilllegungsflächen als
Rohstoff - Landwirte können sich beteiligen
Die Niedersächsische Erzeugergemeinschaft
für nachwachsende Rohstoffe plant für über 10 Mio. DM
im Hafen von Wittingen, Kreis Gifhorn, den Bau einer neuen Biodiesel-Anlage.
Vorgesehen ist nach Informationen des Niedersächsischen Landvolkverbandes
die Verarbeitung von rund 20 000 t Raps zur Herstellung von etwa 8 000
t Biodiesel pro Jahr. Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Anlage
bereits Ende des Jahres 2001 in Betrieb gehen. Als Standort ist der
Wittinger Hafen am Elbe-Seitenkanal laut Angaben des Landvolkverbandes
besonders gut geeignet. Dort sind bereits Anlagen zur Aufnahme, Aufbereitung
und Lagerung der Rapssaat vorhanden. Die Größe der Anlage
steht noch nicht genau fest, und ob sogar mehr als die zunächst
vorgesehene Summe investiert wird, hängt von der Beteiligungsbereitschaft
der Landwirte ab. Der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft,
Karl N i e b u h r , will daher das Konzept, dem eine Machbarkeitsstudie
und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zugrunde liegen, in den nächsten
Wochen den Landwirten in der Region um Gifhorn, Celle, Uelzen, Soltau-Fallingbostel,
Lüchow-Dannenberg sowie Hannover vorstellen. Der
Landvolkverband wies darauf hin, dass Biodiesel aus Raps aufgrund der
hohen Spritpreise immer mehr an Bedeutung gewinne. Schon jetzt könnten
viele Veresterungsanlagen in Deutschland den Bedarf nicht mehr decken.
Biodiesel sei nicht nur kostengrünstiger als mineralischer Kraftstoff,
überzeugend seien auch die ökologischen Vorteile. "Biodiesel
hat daher große Zukunftschancen", erklärte Geschäftsführer
Niebuhr. Dies habe den Gedanken reifen lassen, den Bau einer neuen Biodiesel-Anlage
zu planen, um der Landwirtschaft einen preisgünstigen Kraftstoff
bereitzustellen und den beteiligten Landwirten einen hohen Anteil an
der Wertschöpfung zu sichern. Den Rohstoff Raps, der auf Stilllegungsflächen
angebaut wird, sollen dem Landvolkverband zufolge zum überwiegenden
Teil die Mitglieder der Erzeugergemeinschaft liefern. Neben dem Biodiesel
fallen bei der Verarbeitung pro Jahr 13 000 t
Rapsschrot und 1 450 t Glyzerin an, die an Futtermittelwerke und Aufarbeitungsfirmen
verkauft werden sollen. Für ihren angelieferten Rohstoff erhalten
die Landwirte den anfallenden Biodiesel, wobei der Rapsschrot- und Glyzerinanteil
sowie die Herstellungskosten verrechnet werden. "Dadurch wird die
heimische Wirtschaft gestärkt, und das Geld für Biodiesel
bleibt in der Region", betonte Geschäftsführer Niebuhr.
Quelle: Agrar-Europe 45/00
Expo 2000-Projekt "Kreislaufwirtschaft
für Pflanzenöle" bleibt geöffnet
AgE. RIMP AR. Auch nach dem Ende der Weltausstellung
Expo 2000 können Interessierte das Projekt "Kreislaufwirtschaft
für Pflanzenöle" in Greußenheim besuchen. Darauf
hat das Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk
(CARMEN) vergangene Woche als Veranstalter des entsprechenden Expo-Projekts
hingewiesen. Mehr als 1000 Besucher hätten sich während der
Weltausstellung darüber informiert, wie Pflanzenöl dezentral
und umweltschonend in Energie umgewandelt werde, erklärte CARMEN.
Sehr großes Interesse bestehe bei Städten und Gemeinden,
die ein ähnliches Projekt planten. Zu besichtigen sei ein Blockheizkraftwerk,
das mit Rapsöl aus der Region betrieben werde und die Haushalte
eines Neubaugebietes mit Wärme und Strom versorge. Bei der Verbrennung
des nachwachsenden Rohstoffes werde nur soviel des Treibhausgases Kohlendioxyd
freigesetzt, wie beim Wachstum verbraucht worden sei, hob die Rimparer
Organisation hervor. Zudem würden in Greußenheim die Herstellung
und der Einsatz von naturbelassenem Pflanzenöl und Biodiesel als
Ersatz für fossilen Dieselkraftstoff präsentiert. (Interessenten
werden sich an CARMEN,
Telefon 09365/9816-12)
Quelle: Agrar-Europe 45/00
Forschungsbedarf
bei Biodiesel und naturbelassenem Rapsöl als Kraftstoff
Forschungspolitisch müssen jetzt die Weichen für die weitere Marktbegleitung
von Biodiesel und naturbelassenem Rapsöl gestellt werden. Darauf hat
der Vorsitzende des Beirates der Union
zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), Dr. Gisbert
Kley, anlässlich der Sitzung des Beirates der UFOP vergangene Woche
hingewiesen. In der Sitzung diskutierten die Mitglieder mit Fachleuten
den dringenden Forschungsbedarf als Voraussetzung für die nachhaltige
Markteinführung von Biodiesel und naturbelassenem Rapsöl als Kraftstoff.
Bei Biodiesel, so die Experten, dürfe der beachtliche Markterfolg nicht
darüber hinwegtäuschen, dass diese noch junge Branche vor einem erheblichen
Forschungsbedarf steht. Grundsätzlich müssen auch biogene Treibstoffe
die emissionsrechtlichen Anforderungen für Nutzfahrzeuge und PKW entsprechend
der EURO-Normen erfüllen. Jedoch bieten diese Kraftstoffe ein erhebliches
Entwicklungspotenzial zur Erreichung der Emissionsanforderungen nach
EURO IV und EURO V ohne kostenaufwendige Abgasnachbehandlungssysteme.
Die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten in der Landwirtschaft steigern
erheblich das Interesse, Schlepper und Erntemaschinen auf den Betrieb
mit naturbelassenem Rapsöl umzustellen. Das jetzt vom Bundeslandwirtschaftsministerium
aufgelegte 100-Schlepper-Programm ist nur ein erster Schritt, in Zukunft
die Forschungsaktivitäten stärker zu fördern und mit der Wirtschaft
zu koordinieren. Notwendig ist die rasche Entwicklung einer verbindlichen
Treibstoff-Norm für Rapsöl auf Basis von Prüfstandsversuchen, die bisher
nicht vorliegen. Nur mit einem verbindlichen Qualitätsstandard sind,
wie bei Biodiesel, Freigabenerteilungen möglich und die Entwicklung
von Pflanzenölmotoren sinnvoll. Die Nachrüstung von Dieselmotoren auf
den Pflanzenölbetrieb ist nur ein erster Schritt für die breitere Anwendung
dieses Kraftstoffes, stellte der Beirat fest. Voraussetzung für eine
zukunftsträchtige Weiterentwicklung der Verwendung von Biodiesel und
der Pflanzenöltechnologie ist ein zwischen Wirtschaft und Fördergebern
abgestimmter Entwicklungsrahmen. Unter Hinweis auf die Herausforderungen
der Agenda 2000 mahnte an dieser Stelle der UFOP-Beirat die Schaffung
eines solchen Entwicklungsrahmens an, damit auch schließlich das marktpolitische
Ziel, den Non-Food-Rapsanbau als Wettbewerbsfaktor im Ölsaatenmarkt
zu stabilisieren, erreicht wird. Anprechpartner: ufop
Quelle: Ufop 26.10.00
Bundesregierung
stellt Weichen für den Klimaschutz
Jürgen Trittin: "Das Klimaschutzziel ist erreichbar, erfordert
aber zusätzliche Anstrengungen"
Einen Monat vor
Beginn der 6. Internationalen Klimaschutzkonferenz in Den Haag hat die
Bundesregierung heute die Weichen für den Klimaschutz in den kommenden
Jahren gestellt. Auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen
Trittin verabschiedete das Bundeskabinett ein nationales Klimaschutzprogramm,
mit dem der Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) in Deutschland bis 2005
um bis zu 70 Millionen Tonnen verringert wird. Diese Senkung ist notwendig,
damit die Bundesrepublik ihre internationalen Klimaschutzverpflichtungen
erfüllen kann. 1995 hatte sich Deutschland auf dem Klimagipfel
in Berlin verpflichtet, seinen CO2-Ausstoß bis zum
Jahr 2005 um 25 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Dieses Ziel
hatte die neue Bundesregierung 1998 bekräftigt.
Quelle: Umweltbundesamt 18.10.2000
zur
Presseerklärung des Umweltministeriums
Klimaschutzprogramm
(pdf-Datei)
Der Bundesminister
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Karl-Heinz Funke,
übernimmt die Schirmherrschaft über die Fachmesse NAROSSA
2001
Ziel der NAROSSA
2001, die vom 10. bis 12. Juni 2001 in Magdeburg stattfindet, ist es,
sich als führende Fachmesse für Nachwachsende Rohstoffe und
Pflanzenbiotechnologie in der Bundesrepublik zu positionieren. Messe
und Kongress verstehenm sich als Plattform zum Dialog zwischen Wissenschaft,
Wirtschaft und Politik. Ein weiteres Ziel der NAROSSA ist es, einen
Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum notwendigen Strukturwandel
auf der Basis nachwachsender Rohstoffe zu leisten. Funke berüßte
das Engagement, den Messestandort Magdeburg als wichtigen Branchentreffpunkt
für den Bereich Nachwachsende Rohstoffe zu etablieren, als er seine
Schirmherrschaft zusagte. Weitere Informationen zur Messe für Aussteller
und Besucher unter
http://www.messe-magdeburg.de
Öllein verliert
an Anbaufläche
Im Ölfruchtanbau
dominiert bundesweit der Winterraps. Die Sommerölfrüchte nehmen dagegen
eher einen bescheidenen Umfang auf dem Acker ein. Dr. Winfried Jackisch
von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Nossen, erläutert
die Anbauflächenentwicklung bei Öllein gestern und heute.
zum
Artikel der Bauernzeitung
Regenerative
Energieträger sind auf stetigem Vormarsch
Nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes sind bei den Anteilen der regenerativen Energieträger
am Gesamtprimärenergiegewinnung in den letzten Jahren deutliche
Steigerungen festzustellen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
stieg die Primärenergiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern seit
1991 von 241,1 Petajoule (PJ) um fast die Hälfte auf 359,5 PJ im Jahr
1998, was 9,4 Prozent der Primärenergiegewinnung in Deutschland entsprach.
weitere Informationen
Biodiesel in
Süddeutschland günstiger als in den nördlichen Bundesländern
Ergebnis der monatlichen
repräsentativen IWR-Erhebung: Im Bundesdurchschnitt ist Biodiesel um
15 Pfennig billiger als herkömmlicher Diesel Münster (iwr-mailservice)
- Vor dem Hintergrund steigender Preise an Tankstellen gewinnt der Brennstoff
Biodiesel zunehmend an Bedeutung. Die monatliche repräsentative IWR-Umfrage
unter den rd. 900 Biodieseltankstellen in Deutschland ergab für den
Monat September (Erhebung vom vergangenen Freitag, den 15.09.00) einen
Biodieselpreisindex von 1,602 DM/l (August: 1,422 DM/l). Damit war Biodiesel
im Schnitt 15 Pfennig billiger als herkömmlicher Diesel. Noch im August
hatte der Preis für Biodiesel durchschnittlich um 12 Pfennig unter dem
Preis für Normaldiesel gelegen. Außergewöhnlich ist ebenfalls die derzeit
hohe Schwankungsbreite des Biodieselpreises an den Tankstellen. Während
an drei Tankstellen in Bayern lediglich 1,489 DM/l für Biodiesel gezahlt
werden muss, kostet der Liter RME-Kraftstoff an anderen Tankstellen
in verschiedenen Bundesländern bis zu 1,699 DM/l. Räumlich betrachtet,
lassen sich für den Norden Deutschlands eher hohe und für den Süden
der BRD eher niedrige Biodieselpreise konstatieren. So lag der mittlere
Biodieselpreis in den nördlichen Bundesländern Bremen, Niedersachsen
und Schleswig-Holstein bei 1,637 DM/l und damit um durchschnittlich
12,2 Pfennig unter dem Preis für Normaldiesel. In den südlichen Bundesländern
Baden-Württemberg und Bayern muss man für den Liter Biodiesel im Durchschnitt
1,568 DM bezahlen. Somit ist Biodiesel dort im Mittel 19 Pfennig günstiger
als herkömmlicher Diesel.
Quelle: iwr- mailservice, 18.September 2000
Erneuerbare
Energien in Polen Dresden
(iwr-mailservice) - Am 5.9. wurde in Polen eine langfristige Strategie
zum Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Regierung verabschiedet.
Nach Deutschland werden in naher Zukunft auch die angrenzenden Länder
- Polen, Tschechien - ihr Potential für erneuerbare Energien ausbauen.
Gemäß diesem Plan soll bis zum Jahr 2010 etwa 7,5% des polnischen Energiebedarfs
aus erneuerbaren Energien stammen. Die Umsetzung des Programms soll
rund 7,2 Mrd. DM kosten. Der zuständige Staatssekretär im Umweltministerium,
Marek Michalik, geht davon, dass dadurch zwischen 30 000 und 40 000
neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Damit wird dieser Markt
zunehmend auch für deutsche Unternehmen interessant. Um die Lage aktuell
beurteilen zu können, sind eine Reihe von Regierungsdokumenten von Bedeutung.
Hierzu zählen u.a. "Die Strategie zur Entwicklung der erneuerbaren Energetik
in Polen" vom 5.9. , die "Energiepolitische Strategie Polens bis zum
Jahr 2020" vom Februar 2000 und die Novellierung vom 26.5.2000 des polnischen
Energierechts vom 10. April 1997. Für eine Übersendung dieser Materialien
in deutscher Fassung oder aber weitergehende Informationen wenden Sie
sich bitte an: EconTrade Deutschland GmbH Gostritzer Str. 61-63 01217
Dresden Tel.: 0049-351-871 8344 Fax: 0049-351-871 8448 e-Mail: office@econtrade.com
http://www.econtrade.com
Dresden, den 15. September 2000
Biogasbroschüre
jetzt erhältlich
"Biogas - eine
natürliche Energiequelle" lautet der Titel der jetzt vom Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) herausgegebenen Broschüre.
Das Heft informiert nicht nur darüber, wie Biogas
gewonnen wird, wie eine Biogasanlage arbeitet und wieviel Energie im
Biogas steckt, sondern geht auch auf rechtliche Rahmenbedingungen und
die Wirtschaftlichkeit einer Anlage ein.
Die
Broschüre, die in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Technik
und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) und der Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe (FNR) erstellte wurde, kann kostenlos bei der FNR unter E-mail
info@fnr.de angefordert werden.
Quelle: FNR 30.08.00
Schweizer entscheiden
in Volksabstimmung über erneuerbare Energien
BERN. In einer Volksabstimmung
werden die Schweizer am 24. September über die Zukunft ihrer Energieversorgung
entscheiden. Dabei geht es um die Frage, ob und in welchem Ausmaß erneuerbare
Energien künftig gefördert werden.Verschiedene Fördermodelle stehen
zur Auswahl.
Ausführliche
Informationen hier.
Quelle: AGRA-EUROPE
34/00, 21. August 2000
Koordinationsbüro
für nachwachsende Rohstoffe eingerichtet
GÜSTROW. Gefördert von der Europäischen Union hat im Juli 2000 das Koordinationsbüro
für nachwachsende Rohstoffe des Kreisbauernverbandes Güstrow seine Arbeit
aufgenommen. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen
(UFOP) jetzt mitteilte, deckt das Büro unter besonderer Berücksichtigung
der regionalen Erfordernisse ein breites Informations- und Aktivitätsspektrum
ab. Dazu gehören die Produktion und Verwendung von Biodiesel in und
für landwirtschaftliche Betriebe, die Gewinnung von Rapsöl und dessen
Einsatz zur Energie- und Wärmeversorgung, die Beratung zur Errichtung
und zum Betrieb von Biogasanlagen sowie der Anbau von fester Biomasse
zur Energienutzung. Das Angebot richtet sich an alle interessierten
Landwirte, gewerbliche Unternehmer und Bürger. Insbesondere Landwirte
sollen über neue Erwerbsmöglichkeiten durch die Produktion und Verwertung
von nachwachsenden Rohstoffen als erneuerbare Energiequelle informiert
werden. Darüber hinaus wird bei der Erstellung von Energiekonzepten
beraten. Die Inanspruchnahme von Förderprogrammen wird unterstützt.
Mit der Maßnahme soll dazu beigetragen werden, das Energiepotenzial
der Landwirtschaft zu entwickeln. Dabei wird laut UFOP das Ziel verfolgt,
möglichst verbrauchernah für die landwirtschaftlichen Betriebe eine
neue Einkommensquelle durch die Schließung regionaler Energiekreisläufe
zu eröffnen. Das Koordinationsbüro wird daher die Schaffung von Erzeugergemeinschaften
und die Verwertung von Biomasse in hofeigenen Anlagen besonders unterstützen.
Quelle:
AGRA-EUROPE 34/00, 21. August 2000
ZG
weitet Biodiesel-Absatz deutlich aus
Eine deutliche Umsatzsteigerung,
die vor allem auf das nichtlandwirtschaftliche Geschäft zurückzuführen
ist, hat die Karlsruher Raiffeisen Zentral Genossenschaft (ZG) im ersten
Halbjahr verzeichnet. Mehr Details finden Sie hier.
Quelle: BBZ Nr.
32, 12. August 2000
UFOP
ruft zur Beteiligung am Markteinführungsprogramm auf
BONN. Zur Teilnahme
an dem aktuell von der Bundesregierung aufgelegten Markteinführungsprogramm
"Biogene Treib- und Schmierstoffe" hat die Union zur Förderung von Öl-
und Proteinpflanzen (UFOP) aufgerufen. Dieses in der Europäischen Union
bisher einzigartige Förderprogramm richte sich, bedingt durch das Genehmigungsverfahren
der EU-Kommission, zunächst an Körperschaften des öffentlichen Rechts
sowie gewerbliche Unternehmen, die entweder wasserbauliche Anlagen oder
Maschinen in umweltsensiblen Bereichen betreiben, erläuterte die UFOP.
Hier mehr.
Quelle: AGRA-EUROPE
32/00, 7. August 2000
KfW fördert den
Bau von Biogasanlagen
Regenerative Energien
haben Konjunktur: Im September vergangenen Jahres rief das Bundesministerium
für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Marktanreizprogramm zur Förderung
erneuerbarer Energien ins Leben, mit dem Investitionen in natürliche
Energiequellen durch zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse gefördert
werden. Weitere Infos hier.
Quelle: dbk 7/00
Schwierigkeiten
bei der Einhaltung der Anbauverträge für Raps auf Stillegungsflächen
in Frankreich
Klimatisch bedingt
werden voraussichtlich dieses Jahr die Industrierapserträge in
Frankreich weit geringer ausfallen, als in den Anbauverträgen auf
Stillegungsflächen vorgesehen. Weitere Informationen über
Schwierigkeiten auf Erzeuger- und Aufkäuferebene sowie Lösungsmöglichkeiten
im Rahmen der EU-Richtlinien finden Sie hier
Quelle: France agricole 28.7.00
Wer Leder gerben
und färben will, kann auf umweltschädigende Chromgerbstoffe in Zukunft
verzichten.
Wissenschaftler
der Fachhochschule Anhalt bewiesen: auch mit Rhabarber können Tierhäute
zu Leder gegerbt werden. Bei ihren von der Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe geförderten Forschungen stellten sie außerdem fest: Rhabarber
liefert einen hervorragenden Farbstoff. Vermutet
hatten sie es vorher schon: Analysen stellten in Extrakten aus Rhabarberwurzeln
Gerbstoffgehalte von bis zu 50 Prozent fest. Mit finanzieller Unterstützung
des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten konnte
diese Fähigkeit des Rhabarbers nun systematisch ausgewertet und zur
Nutzung gebracht werden.
Was die Chemiker daraus
extrahierten, testeten Gerber in Industrieunternehmen direkt am Leder.
Die Anstrengungen der Anhaltiner lohnten sich: Qualität und Farbigkeit
des rhabarber-gefärbten Leders überzeugten auch namhafte Automobilhersteller.
Wer genaueres über das Vorhaben wissen möchte, kann unter www.fnr.de
das Projektblatt "Gerbstoffe aus Rhabarberwurzeln" anfordern.
Quelle:
FNR 7/00