Topinambur Topinambur

Helianthus tuberosus

Asteraceae

Botanik

Topinambur (Helianthus tuberosus L.) gehört zur Familie der Korbblütler und ist eng mit der Sonnenblume verwandt. Die Pflanze entwickelt Rhizomknollen, die als Speicherstoff Inulin enthalten. Die Knollen sind frosthart und überstehen im Boden den Winter schadlos.

Standortansprüche

Stellt geringe Ansprüche an Boden und Klima. Siebfähige, humose Sandböden mit Grundwassernähe sind günstig.

Fruchtfolge

Topinambur stellt keine besonderen Ansprüche an die Vorfrucht. Durchwuchsprobleme bestehen, wenn nach Topinambur andere Kulturen angebaut werden. Als Nachfrucht sind Mais und Feldfutter geeignet.

Düngung

Topinambur kann beträchtliche Mengen Nährstoffe anreichern. Viehhaltende Betriebe können gut 200 - 250 dt/ha Stallmist geben. Ansonsten bringt man etwa 50 - 70 kg N/ha in mineralisscher Form aus. Hinsichtlich der Grunddüngung mit Phosphor und Kali empfiehlt sich 60 kg P2O2/ha und 200 kg K2O/ha.

Anbauhinweise

Es gibt viele Parallelen zwischen Kartoffeln und Topinambur. Man benötigt etwa 15 - 20 dt Pflanzgut pro Hektar bei einem Reihenabstand von 75 cm. und einem Abstand in der Reihe von 33 - 35 cm. Gepflanzt wird zeitig im Frühjahr.

Pflanzenschutz

Topinambur kann von Echtem Mehltau, Grauschimmel und Weißfäule befalen werden. Eine Bekämpfung dieser Krankheiten ist nicht wirtschaftlich. Unkrautbekämpfung kann mechanisch erfolgen.

Ernte und Aufbereitung

Die Ernte der Knollen ist von Herbst bis Frühjahr möglich, bevorzugt werden die Knollen im Februar/März geerntet. Das Kraut verbleibt meist kurz gehäckselt auf dem Feld. Die Knollen lassen sich schlecht lagern und müssen deshalb innerhalb von 14 Tagen verarbeitet oder in Erdmieten eingelagert werden.

Verwertung

Das in den Knollen enthaltene Iulin wird je nach Verwendungszweck bis zu 85 % zu Fruchtzucker und der Rest zu Traubenzucker umgewandelt. Produkte, die Inulin enthalten sind gut für Diabetiker geeignet. Außerdem können Topinamburprodukte als Füllstoff im fastfood-Sektor, als Appetitzügler und zur Herstellung von Bioalkohol eingesetzt werden.